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Lohnhalle / Kaue

N 51° 31’ 42“ / E 7° 1’ 47“

Lohnhalle (Foto: Thomas Robbin)In der Lohnhalle oder meist Lichthof genannt, erhielten die Bergleute ihren Arbeitslohn bar ausgezahlt. Früher - vor der bargeldlosen Lohnzahlung - gab es alle 10 Tage Geld, am 5., 15. und 25. eines Monats. Am 25. war Abschlag und Lohntag, da war im Lohn der Rest vom Vormonat enthalten.

Die Schalter für die Lohnauszahlung waren etwas tiefer gehalten, so dass sich die Bergleute bücken mussten, um ihr Geld zu erhalten. Sie bedankten sich quasi noch für ihren erhaltenen Lohn.

Im Lichthof waren auch die Steigerschalter, die Sitze der Steiger (Vorgesetzte), höher gehalten, so dass die Kumpel zu den Steigern hoch schauen mussten. So hatte alles im Bergbau auch eine psychologische Note.

Kaue (Foto: Thomas Robbin)Die Kaue ist der Umzug- und Waschraum der Bergleute. Sie war unterteilt in die Weißkaue, wo der Bergmann seine Zivilsachen auszog, nackt zur Schwarzkaue ging und sich das Arbeitszeug anzog.

Zwischen Weiß- und Schwarzkaue waren die Duschen. Nach der Schicht ging es andersherum. Es wurde sich der Arbeitssachen entledigt und man ging sich duschen und anschließend zog man sich wieder die Zivilsachen an.

Freitags stand die Kaue auch den Rentnern zur Verfügung, da es noch Wohnungen ohne Bad gab. Aber es war auch in erster Linie ein Treffpunkt ausgeschiedener Bergleute.

Text: Reinhold Adam, Geschichtsforum